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Freitag, 5. September 2025

Wortmalereien des Werdens




 

Wortmalereien des Werdens Cover

Unfassbar, es ist geschafft. Heureka! Es ist vollbracht! Dieses Buch ist fertig und es ist so unfassbar schön geworden. Ein Fiebertraum geht zu Ende und ich habe ein Buch, vielleicht sogar ein Genre oder eine Kunstform, geschaffen, das es so noch nicht gab.


Ein Buch, in dem sich Wort und Bild auf immer neue und innovative Art miteinander vereinen. Wo mit Worten gemalt wird, wo Bilder die Worte umschmeicheln, Worte die Bilder umtanzen und ihnen eine neue, tiefe Bedeutung geben. Ich glaube, ich habe da wirklich etwas komplett Neues geschaffen und bin nie dagewesene Wege gegangen und so ist aus Wort und Bild Poesie 3.0 geworden. Aber schaut selbst:

Lass dich vom Buch verzaubern

Hier gibt es das Buch bei Amazon zu bestellen. Dies ist mal wieder ein Affiliate-Link, das heißt, wenn ihr über diesen Link nach Amazon geht und etwas bestellt, gibt mir Amazon etwas von seinem Gewinn ab. Ihr müsst da aber natürlich nicht mehr bezahlen als vorher. Wenn ihr also einen kleinen, unbekannten Künstler unterstützen wollt … 😊 
Wesentlich mehr (an dem Buch selbst) verdiene ich natürlich, wenn ihr es bei dem Verlag selbst bestellt.
Diesmal ist es tredition, wo ihr mein Buch kaufen könnt, weil ihr mir bei BoD für die wenigen Farbseiten viel zu tief in die Tasche hättet greifen müssen. Hier gibt es auch eine kleine Leseprobe, die es bei Amazon (warum auch immer) nicht gibt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern.

Aber wie kam es eigentlich zu diesem außergewöhnlichen Buchprojekt?



Ein Kapitel schließt sich für mich. Ein Traum geht zu Ende. Und wahrscheinlich öffnen sich nun neue Möglichkeiten für mich und es werden neue Türen gebildet. Über 10 Jahre schon versuche ich, dies wahr werden zu lassen. Alles nur daraus geboren, dass ich nicht (gut) malen kann. Ich habe immer gesagt (und tue dies auch heute noch): „Ich kann nur mit Worten malen!“ Und aus diesem Satz ist die Idee entstanden, wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes mit Worten zu malen. Ich habe etliche und unzählige Künstler angeschrieben, doch alle sind sie vor der Idee zurückgeschreckt. Niemand wollte da mit mir zusammenarbeiten. Als ich nun den Text für „Eine kurze Geschichte des Seins“ (den ersten Text des Buches) fertiggeschrieben hatte, fand ich den so schön und so gut, dass ich dachte: „Das ist er doch, dieser Text ist so schön und so gut und er schreit danach, dass mit ihm diese Symbiose begonnen wird.“ Also habe ich mich wieder auf die Suche nach Künstlern gemacht und eine Absage nach der anderen geerntet. Bis mir ein Künstler vorschlug, dass ich es doch mal mit KI versuchen sollte. Skeptisch und zögerlich folgte ich diesem Rat, schließlich wollte der kleine Dickkopf in mir, dass meine Idee endlich wahr wird. Ich erwartete nicht viel, umso überraschter war ich, als ich nach einer Phase des Ausprobierens mit den richtigen Prompts teils wunderschöne und absolut passende Bilder entstehen lassen konnte. Es ist sehr gruselig, aber auch wahnsinnig beeindruckend, was so ein paar Bits und Bytes zustande bringen können, und so wurden die KI-Programme zu einem wertvollen Partner, der mir diese Vision ermöglicht hat. Das Zusammenfügen meiner Texte mit den entstandenen Bildern war ein verrücktes, kompliziertes und lehrreiches Abenteuer. Und durch die Symbiose von Bild und Text haben sich beide gegenseitig auf eine neue Ebene gehoben und eine neue Form der Wahrnehmung beider ist entstanden. Ich nenne es Poesie 3.0. Ich bin echt gespannt, wer von euch sich auf die Reise wagen und in dieses Buch eintauchen will. 

Sonntag, 16. Juni 2019

Buchvorstellung




Hallo liebe Leser, heute gibt es ganz besondere Neuigkeiten, und dafür habe ich mir auch besonders viel Mühe gegeben und euch das Ganze einmal in einem selbstaufgenommenen Video präsentiert. Ich weiß, ich habe mir damit lange Zeit gelassen und viele haben auch nicht mehr daran geglaubt, aber mein neues Buch "Tintenklecks und Zauberwelten" ist nun bald fertig. Darin habe ich nicht nur die ganzen Geschichten gepackt, die ich auf den Lesebühnen präsentiert habe, es enthält zudem noch sehr viele neugeschriebene Geschichten. Wie ihr im Video erfahrt, hat es derzeit exakt 200 DinA4 Seiten und ich bin schon sehr gespannt wie dick daß Buch wird, wenn es fertig gedruckt ist. Ich hoffe ihr seid schon recht neugierig, denn ich denke, daß all meine Leser auf ihre Kosten kommen werden, auch wenn es diesmal neben ein paar Dystopien und SiFi Geschichten - quasi passend zu den ganzen Jugenbewegungen (wie Fridays for Future) - auch ein paar gesellschaftliche Geschichten in das Buch geschafft haben. Ich bin schon sehr gespannt, wie ihr das Buch finden werdet, aber auch was ihr zum Video sagt. Und ja: Ich weiß, das die Bildqualität ein wenig merkwürdig ist. Aber daran kann ja gearbeitet werden. Ich hoffe, es gefällt euch - trotz ein paar kleiner Versprecher - und ich darf mich demnächst wieder per Video an euch wenden. Ich hatte übrigens noch für die Endcard ein paar Soundschnippsel aufgenommen, wo ich ein paar Zeilen aus dem Buch lese. Damit wäre das Video aber ein wenig überladen geworden, aber wenn ihr wollt und neugierig seid, dann schaue ich mal, wie ich diese Soundfiles in einem seperaten Blogpost einbinden kann, damit ihr euch mal so einen kleinen Minimalüberblick verschaffen könnt, was es da demnächst von mir zu lesen gibt.
Wenn es weitere Neuigkeiten, wie z.B. die ersten Entwürfe für das neue Cover gibt, werde ich mich natürlich wieder bei euch melden. Bis dahin wünsch ich euch was.

Euer,
Kleckser

Donnerstag, 5. Juli 2018

Der Weisheit letzter Schluß

Laßt uns heute weise sein,
Und der Narretei verfallen,
Denn die Narretei so fein,
Ist das weiseste von Allen.

Laßt uns fröhlich und beschwingt,
Unserm Herzenswunsche folgen,
Der so schön zum Tanze stimmt,
Mit ihm heut die Zeit vergeuden.

Laßt den Haß, den manche schüren,
Nicht in euer Herz hinein,
Denn wer haßt wird sich verlieren,
Und zum Schluß recht einsam sein.

Wir wollen jeden mit Respekt begegnen,
Der der Freiheit Lieder schreibt,
Denn seine Worte wollen segnen,
Was als höchstes Gut verbleibt.

Wir wolln den Fremden Bruder nennen,
Mit ihm tanzen, lachen, freuen,
Auf das wir uns in ihm erkennen,
Und nie mehr das Fremde scheuen!

Ja, laßt uns heute Kinder sein,
Die nur ihrem Herz verpflichtet,
Denn des Herzens Kinderei,
Hat nie Schaden angerichtet.

So lad ich all die Menschen ein,
Die dem Mensch im Mensch sehen,
Ihr sollt nur ihr selber sein,
Sehet eure bunten
Fahnen wehen.

Während wir uns drehen im Kreise,
Im Tanz der Toleranz vereint,
Schimpf ich uns ganz leise weise,
Denn nur der Haß wird hier verneint.

Dienstag, 28. Juni 2016

Schenk der Welt ein Lächeln



Wie schon von mir angekündigt - und auch, wenn es ein wenig gedauert hat - ein Gedicht von mir, das im Essener Morgen vom 17. März. Das Gedicht spricht von einer farbenfrohen Welt für alle Menschen. Und da wir in letzter Zeit so viele tolle Menschen und Idole verloren haben möchte ich es für einen kleinen Apell nutzen: Laßt sie nicht umsonst gelebt haben, tragt ihre Werte in eurem Herzen weiter und laßt uns eine bunte Welt bauen, die auf Menschlichkeit beruht. Also: Schenkt der Welt ein Lächeln und macht sie ein wenig bunter.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer Kleckser




Freitag, 5. Februar 2016

Herr Unter

Seht, wie sie froh und munter trubeln,
Gar fröhlich dem Herren Unter jubeln,
Denn dieser doch recht kleine Mann,
Hat so manches nie getan,
Wofür man ihn zu schelten weiß,
Doch das gibt hier gar niemand preis.

Denn nach so manchem Sündenschock,
Braucht die Sünde ihren Bock,
Jede Tat braucht ihren Täter,
Jeder Wahr braucht seinen Heit,
Und zwar jetzt und niemals später,
Ja, so sind die Leute heut!

Freitag, 25. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

 Eigentlich, ja eigentlich - so scheint es mir - bin ich schon viel zu alt für einen Weihnachtswunschzettel. Aber in diesem Jahr?

Ein Jahr, in dem soviel soziale Kälte, Haß und Wut auf den Straßen herrscht, unser Land keine klaren Worte gegen die schlimmsten Waffen dieser Welt finden kann und Gewalt immer größere Kreise zieht.
In so einer Welt wird man sich doch noch etwas wünschen dürfen, oder?

Foto: Oliver Witenius | Ollis (analoger) PhotoBlog
So wünsch ich mir denn ...

... Ein bißchen Frieden in den Herzen,
    und Liebe die sie wärmt.
    Ein wenig Weisheit in den Hirnen,
    damit des Dummheits Haß mal schweigt.
    Ein bißchen Hoffnung und Verständnis,
    Für die Menschen drumherum.
    Auch ein wenig Freude und Gelächter,
    Fänd ich nun so gar nicht dumm.
    Ein bißchen Liedgut von den Ärzten,
    Mit ein paar Texten zynisch scharf,
    Denn das muß ich hier mal sagen:
    Nicole ist mir dann doch zu brav!

Was soll ich mir denn sonst noch wünschen?
Foto: Oliver Witenius | Ollis (analoger) PhotoBlog
Weltfrieden wär zuviel verlangt.
Drum allen die diese Zeilen lesen:
Frohe Weihnacht und Geschenke,
und das ihr euch darum nicht zankt.

Also: Frohe Weihnachten und kommt in diesen turbulenten Zeiten mal ein wenig zur Ruhe.
Wir sehen uns wohl bald bei meinem Jahresrückblick und dann in alter Frische im neuen Jahr.
Lisa Saur, Printenbuhrg Weihnachtszimmer 2015
Ach ja, für alle die paar mehr Geschenke unter dem Weihnachtsbaum haben wollen, die Sonja vom Buchreisender Blog hat mein Gewinnspiel verlängert, damit all die die noch im Weihnachtsstreß waren daran teilnehmen können. Und ich habe mir überlegt, das ich an alle die an dem Gewinnspiel teilnehmen und alle die sonst noch interessiert sind, ein kleines PDF oder EBook mit ein paar Kurzgeschichten von mir zu verteilen, schließlich ist doch Weihnachten und vielleicht kann ich euch damit eine Freude machen. Also: Wer interesse hat, der meldet sich bei mir. Hier unten als Kommentar, per Mail oder irgendwo per PN, ihr könnt natürlich auch einfach am Gewinnspiel teilnehemen. So, nu aber genug gebrabbelt.

Möget ihr dieses Jahr keine Bekanntschaft mit Knecht Ruprechts Rute gemacht haben,
Euer Kleckser



Sonntag, 23. August 2015

Die Leipzig Lesung Teil I - Bewegte Bilder für die Massen

Uff, ich habe es geschafft!
Nach viel Blut Schweiß und Tränen (naja gut, das ist jetzt übertrieben), habe ich endlich dem Video meiner Leipzig Lesung eine leicht verbesserte Tonspur verpassen können.

Und ich dachte mir: Ein guter Grund um die Stille mal zu durchbrechen und ein Lebenszeichen von sich zu geben, also bitteschön, der erste von zwei Teilen meiner Lesung auf der Leipziger Buchmesse 2015:


Alle die dabei waren können nun also nochmals in Erinnerungen schwelgen, jene die nicht dabei waren kriegen nun auch mal was zu schauen, und sei es nur um sich über meine blöden Verplapperer (ich war während der Lesung arg nervös) lustig zu machen.

Danke nochmal an alle, die aus ganz Deutschland angereist sind mich zu sehen. Das so viele Leute gekommen sind um mich zu treffen, macht mich immer noch sehr stolz (und na gut: ich bin auch ein wenig gerührt). Ich hab schon die tollsten Fans der Welt! Dankeschön!

So und nun hoffe ich, daß ich bald wieder von mir hören lasse und wünsche euch ein schönes Restwochenende (oder wahlweise einen guten Start in die Woche)!

Donnerstag, 6. März 2014

Wichtige Eilmeldung

Ich schrei's hinaus,
Mit Saus und Braus,
Auf das es jedermann erfährt:
Die Welt wurd' für verrückt erklärt.
Von Professor Geisenstein,
Und der soll ja weise sein.
Bevor die Welt uns nun tut foppen,
Müssen wir den Wahnsinn stoppen!
Mit Regelwerk und Paragraphen,
Schnell ein wenig Ordnung schaffen.
Den Wahnsinn nun in Bahnen lenken.
Dem Chaos keine Chance schenken.
Mit Ordnung und auch Züchtigkeit,
Der Welt wird Sinn im Wahn verleiht.
Denn was die Welt nun brauchen tut,
Ist unsere menschlich Ordnungswut!

Ich hoffe es gefällt euch, ich jedenfalls bin nun davon überzeugt, daß in mir ein großer Dichter schlummert - was auch mein lautes Schnarchen erklären würde.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Adventskalender

Das Tintenkleckstörchen beim Adventskalender

Hallo liebe Leser, kaum ist Weihnachtszeit, schon hab ich auch ein Geschenk für euch. Schaut mal im 2. Törchen vom Leuchtfeder-Adventskalender vorbei, dort findet ihr gleich 3 Weihnachtsgedichte von mir. (Bitte nicht an der Schlechtschreibreform stören, im Original sind sie richtig geschrieben.) Hoffe sie gefallen euch. Eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit euch allen.

Euer Kleckser.

Freitag, 21. Mai 2010

Die Pinselinsel

Ich mal mit meinem Einfallspinsel,
Mir eine traumhaft schöne Insel.
Die Sorgen laß ich alle fort,
Verbann sie ganz von diesem Ort,
Und ziehe dann so insgeheim,
Mit meiner Liebsten in ihr ein.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Pacman frißt den Todesstern

Ein Kuriosum, das sich nach auswerten eines Wärmebildes des Saturnmondes Mimas ergeben hat (Das Bild und den entsprechenden Bericht dazu findet sich hier), hat mich zu ein paar Zeilen inspiriert:


Pacman frißt den Todesstern,
Ja, den frißt er gar so gern,
Denn unser kleiner 8-Bit Held,
Rette schließlich gern die Welt,
Und nach 256 Level punktefressen,
Wollt er gern was andres essen,
Drum fand nach einem Riesenhaps,
Der ganze Stern in seinem Magen Platz.
Dort wird er pixeltechnisch nun verdaut,
Und in Bits und Bytes wohl umgebaut.
So wurd’ das kleine Pixelwunder,
Nicht nur dicker, fetter und auch runder,
Für seine Gefräßigkeit zum Lohn,
Wurd’ er zum Held der Rebellion.

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Schubsen, drängen,
Sich durch enge Gänge zwängen,
Das ist für mich Weihnachtszeit.
Im überfüllten Laden fluchend,
Hektisch nach Geschenken suchend,
Gehört für mich zur Weihnachtszeit.
Schrille Lieder dröhnen stark,
Von jedem Stand am Weihnachtsmarkt.
Das ist für mich Weihnachtszeit.
Glühweingeschwängerte Glücksseeligkeit,
Die sich macht vorm Ausschank breit,
Gehört für mich zur Weihnachtszeit.
Doch auch das strahlend fröhlich Licht,
In des beschenkten Glücksgesicht,
Auch das ist für mich Weihnachtszeit.

In diesem Sinne wünsche ich einen jeden, der sich auf meineSeiten verirrt ein frohes Weihnachtsfest.
Und nun noch ein paar Videos, die vielleicht zur "Besinnlichkeit" beitragen können:

Samstag, 19. Dezember 2009

Winterzauber

Es hat geschneit! Ein Faktum das viele Autofahrer in den Wahnsinn treibt, zaubert mir hingegen ein breites Lächeln auf die Lippen. Und an dieser Freude würde ich den geneigten Leser gerne mit einem Vierzeiler der naiven Dichtkunst teilhaben lassen:
(Dieses Gedicht darf natürlich – so man denn bereit ist ihm eine politische Dimension einzuräumen – als Protest gegen den Klimawandel verstanden werden.)

Zauber, Zauber, Winterwelt,
Flocke die vom Himmel fällt,
Deckst die Welt und das im Nu,
Mit deinem weißen Zauber zu.

Dienstag, 17. März 2009

Lichtdicht

Ein Licht ein Licht,
Steht vor Gericht!
Es ist zwar nun nicht grade hell,
Doch fuhr es leider viel zu schnell!
Und das ist nun mal nicht legal,
Auf deutschen Straßen gar fatal!
Auch einen Lappen hat es nicht!
Und der ist in Deutschland Pflicht!
Oh armes kleines dummes Licht!
Nein so etwas macht man doch nicht!
Deshalb muß man Dich bestrafen,
So ist das halt mit schwarzen Schafen!
Was denn das verstehst Du nicht?
Na ja, du bist nun mal kein helles Licht!

Das Opfer der Nacht

Kennst Du die Nacht, das Schattenreich wo im Herzen der Finsternis die Dämonen der Dunkelheit lauern?
Kennst Du die Furcht die Dich beschleicht, wenn schwarze Gesellen am Wegrand kauern?
Ist es nur Angst, die sich im Herzen nährt, und Deine Schritte mit Blei beschwert?
Dreh Dich nicht um, lauf nicht zu schnell, bald ist es geschafft, bald wird es hell!
Nicht mehr lang und doch so fern, was muß ich aus der Ferne hörn?
Hast Du ihn gemacht? Den Schrei in der Nacht? Der eilig zum ersticken gebracht!
Bist Du nun ein Opfer von finsteren Gassen und kannst das Schattenreich nie mehr verlassen?

Der Pirat Jim

Der kleine Jim war ein Pirat,
Mit Augenklappe, schwarzem Bart,
Mit Holzbein und mit Säbel gar,
Den hatte er von dem Papa.
Und nicht vom Gei wie oft erzählt,
Denn den hat er zu sehr gequält.
Gab ihn niemals die kleinen Kekse,
Und teilte nicht mal seine Schätze.
Drum startete der Papagei,
Eine kleine Meuterei!
Nun sitzt der kleine Jim zu dumm,
Auf einer winzgen Insel rum.
Und von seinen ganzen Schätzen,
Behielt er nur ne Dos mit Keksen.

Der Schandtäter

Der Wein hat manchen Mann verführt,
Zu allerlei Gepränge,
Doch hat in erst auskuriert,
Verflogen Rauschgesänge,
Mit klarem Blick und schmerzend Kopf,
Wird ihm bald klar den armen Tropf,
Welch liederliche Schandentat,
Im Rausch er wohl begangen hat.

Der Dusterheimer

Geboren aus zigtausend Schmerzen,
Trag ich die Finsternis im Herzen!
Sähe Schatten, Traumgestalten,
In des Nachtens Garten ein,
Seh’ sie prächtig sich entfalten,
Ernährend sich vom Mondenschein!

Bin der Wandrer der Welten,
Die wohl als verloren gelten,
Niemand wird mich je erheischen,
Bin ja schließlich Trug und Schein,
Fürchte deshalb schon mein Zeichen,
Denn das alles darf nicht sein!

Bin vergangen längst vor Zeiten,
Die nun ins Vergessen leiten!
Doch bin ich hervorgekrochen,
Aus der Asche meiner selbst!
Hab die Hülle aufgebrochen,
Die die Welt zusammenhält!

Der fliegende Frosch

In Iserlohn, ganz ungelogen,
Da kam einmal ein Frosch geflogen,
Er flog mal hoch und manchmal tief,
Und selten ging dabei was schief,
Doch kam er dann in Grübelein:
„Ich fliege ja, wie kann das sein?
Wir Frösche können doch nicht fliegen!“
Er fiel hinab und blieb dann liegen.
Und zu allen Überdruß,
Brach er sich dabei den Fuß.
Doch geht er jetzt nicht mal per Pedes,
Nein, denn nun fährt er Mercedes.

150

150,
150 Mann,
1000,
1000 mal verlaufen in der Unwirklichkeit des Seins,
Verirrt,
Vergessen,
Vergangen,
Fersenabdrücke verganger Zeiten.
Nichts als Schatten einer Erinnerung,
Der Mantel des Schweigens über alle Welt ausgebreitet,
Stumm!
Stille!
Leere!

Die Lehre des Seins aus der Leere des Nichts gezogen,
Den Rahmen der Zeit gesprengt,
Auf ewig ad absurdum geführt,
Und nun schlaf mein Kind,
Schlaf ein.