Na, erinnert ihr euch, dass euer Kleckser der Bundesnetzagentur einen Antrag zum Besuch gestellt hat, damit ich euch die Behörde zeigen kann, die sich nicht um meinen willkürlichen Instagram-Bann kümmert?
Nun, ich habe von der Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur eine Antwort bekommen und bin von der Ehrlichkeit dieses Briefes tatsächlich überrascht. So schreiben sie, dass der Gesetzgeber den Digital Services Coordinator (DSC) nicht mit der notwendigen personellen Kapazität ausgestattet hat, um seine Aufgaben aus dem Digital Services Act (DSA) ausreichend erfüllen zu können. Und dass es bei der Bearbeitungszeit deshalb zu einem Rückstau von bis zu 9 Monaten gekommen ist.
Dann haben sie mir noch ein paar sehr gute Tipps gegeben, was ich außerdem tun und machen kann, um gegen den Bann vorzugehen. Einige dieser Maßnahmen habe ich bereits ergriffen, ohne Erfolg. Meta stellt sich taub.
Ihr merkt, ich bin in diesem Post sehr ehrlich und verzichte hier mal auf meinen humoristischen Tonfall, aber ich finde, dass eine solche Antwort auch Respekt und Ehrlichkeit verdient hat. Ich mache das Ganze ja auch nicht für Noppes oder Plätzchen mit Glasur, mir geht es hier um ein Prinzip. Und dass solche großen Plattformen nicht einfach Willkür walten lassen. Wenn so etwas passieren kann, dann ist hier doch schon der Punkt erreicht, an dem unsere Bürgerrechte eingeschränkt werden. Und ein Autor, der in seinen Werken für Werte wie Liebe, Respekt, Menschlichkeit und Miteinander einsteht, kann doch hier nicht einfach sagen: „O. K., dann ist das halt so!“ Dann wären meine Worte eben nur dies: Worte! Ja, ich weiß, es gibt Wichtigeres auf dieser Welt. Vor allem fällt mir da ein, dass das Gesundheitssystem so reformiert werden muss, dass der, der krank ist, auch Hilfe bekommt und keine gefühlten Ewigkeiten auf einen Arzttermin warten muss. Auch finde ich es wichtiger, dass die öffentlichen Verkehrsmittel von einer Zumutung, die teils schon einer Körperverletzung gleicht, wieder zu etwas Sinnvoll-Nutzbarem werden. Aber hier fängt es an. Hier ist für mich schon eines der Rechte erreicht, die verteidigt gehören. Deshalb finde ich das Urteil des Digital Services Act auch so wichtig. Und dass darin festgehalten wird, dass jeder erstmal ein Recht hat, die großen Social-Media-Dienste zu nutzen. Und deshalb werde ich auch weiter dafür kämpfen, dass mein Instagram-Account, an den mein Threads-Account gekoppelt ist, wieder freigegeben wird. Deshalb und weil auch diese Plattformen es verdient haben, über die wunderschönen Dinge informiert zu werden, die ich so für euch erstelle. 😁
Oh je, ich hör schon wieder das Geldargument. Klar könnte man nun sagen: Es ist kein Geld für all das da. Leute, die Olympiabewerbung vom Ruhrgebiet und Köln allein kostet schon mindestens 50 Millionen und sollten wir die Spiele bekommen, wäre die zu zahlende Untergrenze 7 Milliarden Euro und es wird geschätzt, dass es eher in den mittleren zweistelligen Milliardenbereich geht. Wie viele Jens Spahn sind das? Für so viele Jens Spahn müsste eine alte Oma wohl sehr lange stricken, was? Aber für die wichtigen Sachen ist ja nie Geld da. Habt ihr mal gegoogelt, wie viel Deutschland die Frisur von Friedrich Merz kostet? Ihr wäret überrascht. Also, ich war es. So, genug Seitenhiebe und genug zum Nachdenken für euch.
Habt eine tolle Woche, passt auf euch auf.
P.S.: Diese Antwort der Bundesnetzagentur kam übrigens ziemlich rasch und sie liegt mir auch schon ein paar Tage vor, aber ich bin derzeit so sehr mit einem tollen Projekt beschäftigt, dass ich bisher keine Zeit gefunden habe, euch darüber zu informieren. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen. Und seid gespannt, da kommt was auf euch zu. 😎



























































