Freitag, 6. Juli 2012

Werke eines großen Meisters


Ladies und Gentelman, meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser und solche die es werden wollen,



schnallen Sie sich an, halten Sie sich fest und seien Sie auf der Hut: Es kommt etwas Großes auf uns zu. Im September erscheint endlich der erste Teil des Kurzgeschichtenerzählromans  Werke eines großen Meisters als E-Book. Von da an werden immer wieder preisgünstige Episoden dieses Buches in fortlaufender Serie erscheinen, die Sie mit Charme Witz und Stil in die Welt der Träume und Phantasien entführen, Sie zum Nachdenken bringen werden, während Sie aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen. Ich verspreche Ihnen: Sie dürfen gespannt sein und sich auf ein Werk freuen, daß mit viel Lieb, Charme, Witz und Herzblut geschrieben wurde!



Weitere Informationen werden in Kürze folgen.

Freitag, 15. Juni 2012

Open Wort Cafe

Das Wort Cafe vom 14. würde ich als vollen Erfolg verbuchen. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht der Weltöffentlichkeit Hagen-Herschel vorzustellen und soweit ich das beurteilen kann, kam meine Geschichte auch sehr gut an. Auch die Veranstalter, sowie die meisten meiner Mitstreiter sorgten für eine gute Atmosphäre. Ein rundum gelungener Abend, wer nicht da war hat etwas verpaßt.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Ray Bradbury ist tot.


Der Autor einer der berühmtesten Dystopien des 20. Jahrhunderts: "Fahrenheit 451" (bei dieser Temperatur entzündet sich Papier), starb im biblischen Alter von 91 Jahren am 5. Juni 2012 in Kalifornien. Mit mehr als 600 Kurzgeschichten und 30 Romanen (darunter auch sein berühmter Debütroman "Die Mars Chroniken" oder "Somthing Wicked this Way Comes"), war er einer der einflußreichsten Phantastikautoren des letzten Jahrhunderts.

Fare well Ray und danke für deine Bücher!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Open Wort Cafe

Newsletter-Abbonnenten und aufmerksame Blogleser wissen sicher, daß am 14. 06. 2012 um 18 Uhr ein Open Wort Cafe in der Mayerschen Buchhandlung (Markt 5-6, 45127 Essen) stattfindet. (Weitere Informationen auf meiner Termin-Seite.)

Auch, daß ich dort weltexklusiv und zum ersten Mal in diesem Universum "Hagen-Herschel - Sektenbeauftragter" lesen werde, dürfte ihnen bekannt sein.

Doch damit nicht genug! Ebenso weltexklusiv und einmalig in der Galaxie gibt es in diesem Blog die erste Leseprobe von "Hagen-Herschel - Sektenbeauftragter". (Es sei denn natürlich finstere Internetpiraten stehlen und veröffentlichen diese Leseprobe an anderer Stelle um ihre fiesen und perfiden Welteroberungspläne vorranzutreiben. Ansonsten aber ist und bleibt dies (bei Vernachlässigung der Paralelluniversen) die erste und einzige Leseprobe von "Hagen-Herschel - Sektenbeauftragter" im gesamten Universum)

Na, neugierig geworden? Dann will ich euch die weltexklusive Leseprobe nicht länger vorenthalten:

„Das also war der Modus Operandi mit dem die Forscherinnung mit einem Genie verfährt? Verfluchte Forscherinnung!“ Wenn in der letzten Zeit zwei Sätze durch Dr. von Horrorfels Synapsen gerauscht waren, dann diese.



Wunderbar nicht wahr? Diese Worte, diese Satzzeichen...
Allen denen dieser Text gefallen hat (aber auch allen Nörglern die an ihm etwas auszusetzten haben) sei versichert, daß dies noch lange nicht alles ist. Die humorvolle Frankensteinhomage hat noch viel mehr zu bieten, versprochen.

Den neugierig gewordenen, die nun unbedingt am Open Wort Cafe am 14. 06. 2012 um 18 Uhr teilnehmen wollen (und weil ihr es seid: auch allen Anderen) wünsche ich ein paar schöne Sonnentage.

Man liest sich,
Euer Kleckser

Samstag, 28. April 2012

Finstermond und Sternenglanz auf Amazon.de

Finstermond und Sternenglanz ist nun endlich auch auf amazon.de als Taschenbuch erhältlich.
Hier kann man natürlich auch einen Blick ins Buch werfen. Viel Spaß beim Lesen.

Sonntag, 4. März 2012

Finstermond und Sternenglanz

Laßt die Sektkorken knallen, es gibt Grund zum Feiern. Der Herr Tintenkleckser hat endlich sein erstes Buch veröffentlicht. Finstermond und Sternenglanz heißt es. Ich bin wirklich sehr stolz auf meine kleine Anthologie, mit Kurzgeschichten für den kleinen oder etwas größeren Lesehunger oder um mich und meinen Schreibstil ein wenig besser kennenzulernen. Mehr Informationen gibt es in der Pressemitteilung von Arcanum Draconis:


Die Wortschmiede Arcanum Draconis (http://arcanum-draconis.blogspot.com/) ist stolz das neue Buch des Autors Bernd B. Badura (www.bernd-badura.de.vu) – sowohl als E-Book als auch als Softcover Taschenbuch – präsentieren zu dürfen. Finstermond und Sternenglanz beinhaltet eine Reihe von „Märchen für Erwachsene und andere humanoide Wesen“ (Originalzitat vom Autor), die mit Charme und Esprit zu überzeugen wissen. Den Geschichten merkt man förmlich an, mit wie viel Liebe und Herzblut sie geschrieben wurden, schließlich will der Autor auf keinen Fall hohle Konsumware schreiben, die nach einmaligen Lesen im Altpapiercontainer des Vergessenes landet. „Ich möchte mit meinen Geschichten zum Träumen und Nachdenken anregen. Der Leser soll eine schöne Zeit mit ihnen verbringen, egal ob er sie zum ersten Mal liest, oder nach Jahren wieder hervorkramt.“ Vielleicht sind es gerade die hohen Ansprüche Baduras, die dafür Sorgen, dass sich seine Geschichten so wohltuend vom üblichen Phantastikeinheitsbrei abheben. Eben genau das, was die Wortschmiede Arcanum Draconis will: Hochwertige Phantastik fördern.

Das Buch ist auf www.lulu.com als Taschenbuch, PDF E-Book und auf www.amazon.de als Kindle E-Book erschienen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://berndbadura.blogspot.com/p/meine-bucherkiste.html

Ansprechpartner:
arcanumdraconis@gmail.com

Samstag, 7. Januar 2012

Die Kirche zum heiligen Hexenjäger empfiehlt

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Liebe Monsterjäger und Monsterjägerinnen,

kennen Sie das auch? Sie schütten einen ganzen Liter Weihwasser auf einen furchtbaren Vampirlord und er sieht darin nichts weiter als eine angenehme Abkühlung im von der globalen Erwärmung betroffenen Transsylvanien? Sicher haben Sie es auch schon festgestellt: Immer mehr Monster und Spukgestalten entwickeln durch übermäßigen Einsatz von geweihten Wasser Multiresistenzen, einige sollen es sogar schon als Eau de Toilette benutzen, und die altehrwürdige aber erzkonservative Mutterkirche weigert sich immer noch zeitgemäß auf diese Entwicklung zu reagieren.

Aber verzweifeln Sie nicht, Ihnen kann geholfen werden!

Ja liebe Monsterjäger und Monsterjägerinnen Sie haben richtig gehört, Ihre Probleme gehören nun ein für allemal der Vergangenheit an, denn die extra für Ihre Bedürfnisse angepaßte, neugegründete Kirche des heiligen Hexenjägers hat endlich probate Mittel gegen diesen Mißstand entwickelt.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Phiole voll geweihter Schwefelsäure oder ein Liter, durch die Segnungen unseres altehrwürdigen Kirchenoberhauptes des großen Pubstest, geheiligtes Königswasser zum Spottpreis von nur 100,50 Euro?

Und nicht nur das unser Heinazin (heiliges Napalm Benzin) hat sich jetzt schon zu einem Verkaufsschlager etabliert. Vielleicht weil es nicht nur Geister und ähnliche Spukgestalten bei gleichzeitigem Gebrauch eines Feuerzeugs mit hübschen Pyroeffekten austreibt, sondern auch jedwede ektoplasmatischen Rückstände durch einfaches einreiben und einwirken lassen aus ihrer Kleidung entfernt.

Aber was, werden Sie Sich jetzt fragen, wenn mein Spukwesen über multireligiöse Resistenzen verfügt? Nun, auch dagegen hat die Kirche des heiligen Hexenjägers in jahrelanger Kleinarbeit in einem Team aus multireligiösen Klostermönchen das passende Mittel entwickelt, oder sollten wir besser sagen gebraut? Dürfen wir Ihnen die Weltneuheit präsentieren? Das völlig neuartige Weih-Zen-Bier! Auch gegen buddhistische und hinduistische Geister sehr effektiv.

Auch sonst haben wir unsere Produktpalette effektiv erweitert:
Da unsere Hohlmantelholzpflöcke sich zu einem solch bombastischen weltweiten Erfolgsschlager entwickelt haben, haben wir nun effektive und ergonomisch geformte Hohlkreuze und Wurfdavidsterne entwickelt um ihnen einen großen Rundumkomfort und eine möglichst angenehme Hexen-, Monster- oder Geisterjagd zu gewähren.

Kaufen sie bei der Kirche des heiligen Hexenjägers, Kunden auf der ganzen Welt konnten wir schon zufriedenstellen. Lesen Sie hierzu ein paar phänomenale Rezensionen:

Erich Evangelist (Exorzist): „Ich bin wirklich begeistert, ganz ehrlich mit den Mitteln der heiligen Hexenjägerkirche läßt sich sogar jede Linda Blair Witch kinderleicht austreiben!“

Max Mustermann (Mumienjäger): „Den heiligen Horus nur kurz in Weih-Zen-Bier aufweichen und aus jeder gefährlichen Mumie wird im Handumdrehen eine lage kuschwelweicher Taschentücher!“

Victor Vladeoskovski (Vampirjäger): „Herrlich diese superleichten Hohlkreuze, einfacher war es noch nie einen Vampir auf Abstand zu halten. Und haben Sie schon ein Mal gesehen wie butterweich sich ein Vampir mit geweihter Schwefelsäure auflöst? Nein! Dann probieren Sie es gleich heute aus!“

Sie sehen, die Kirche des heiligen Hexenjägers bietet alles, was Ihr Herz begehrt, also bestellen Sie Sich noch heute den kostenlosen Katalog und erhalten sie eine Probe unseres geheiligten Königswassers gratis dazu! Nur zu, rufen Sie uns an, unsere geschulten Telefonmönche warten auf Sie!

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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Kino für die Ohren


Jetzt gibt's was auf die Ohren! Jens Hartmann hat meine Geschichte VergesseneLegenden –bis auf einen kleinen Versprecher – sehr schön professionell eingelesen und kostelos als Podyssey zum hören und sogar zum download auf seinem Blog zur Verfügung gestellt.

Und wer mehr Geschichten hören will, kann ja hier mal stöbern: http://podyssey-sf.podspot.de/

Bin mal gespannt, wer den Versprecher findet, viel Spaß beim hören.

Montag, 21. November 2011

Der interviewte Vampir

Ich habe mich vor einiger Zeit durchaus erfolgreich als investigativer Journalist versucht. Doch reichte es mir nicht nur normale und alltägliche Korruption und politische Schweinereien aufzudecken. Dies überlasse ich lieber erfahreneren Berufskollegen, die für die einschlägige Presse schreiben. Ich wollte viel lieber über das verrückte und skurrile in dieser Welt berichten. Und so bin ich – nach vielen Recherchen – auf die sowohl idyllisch als auch versteckt am angrenzenden bayrischen Wald gelegenen Nervenheilanstalt für phantastische und fiktionale Wesen des Prof. Dr. Gurgelzahn gestoßen. Nach einigen erfolglosen Anfragen, ob ich eine Reportage über seine Einrichtung führen dürfte, erhielt ich nun endlich die Genehmigung unter der Voraussetzung, daß ich nicht genauer auf die Lage dieses Kuriosums eingehe, damit die Ruhe der Patienten auch weiterhin gewährt bleibt. So konnte ich mich frei in der Anlage bewegen und mit der Erlaubnis des Professors Insassen und Personal interviewen.

Schnell wurde ich auf den vielleicht gefährlichsten Patienten des Professors aufmerksam. Graf Strigoi von Kählenbiß (Name von der Redaktion geändert). Ich wußte ein Interview mit diesem Wesen würde für viel Rummel sorgen, also beschloß ich meine Recherchearbeit bei ihm zu beginnen. Unterstützt wurde ich dabei von meiner charmanten Assistentin Ursula Leihendropp, die seit einiger Zeit ihren Faible für gutaussehende, balsshäutige Blutsauger entdeckt hat. Sie hatte soviel von charmanten und eloquenten Vampirfürsten gelesen, daß sie es kaum erwarten konnte Strigoi kennenzulernen. Allein zu dem Zwecke des Interviews hatte sie sich die Haare neu machen lassen, sich in den letzten Schick der Mode gehüllt und eine so starke Parfümwolke um sich herum aufgebaut, daß man meinen konnte sie wolle jeden Moskito grausam an Sauerstoffentzug verrecken lassen, der sich auch nur annähernd in ihre Nähe wagte. In fiebriger Erwartung auf den großen Vampirfürsten tippelte sie in den Raum, der für dieses Interview präpariert war und preßte ihre Nase ganz eng an die Glasscheibe, die uns vor den gefährlichen Bissen des Vampires schützen sollte. In sanfter Verzückung harrte sie dort, der Dinge die passieren würden.
Um so entsetzter war sie als sich dann die Tür öffnete und auf einem sackkarrenähnlichen Gebilde mit einer zwangsjackenähnlichen Vorrichtung – die ein Scherzkeks in Form eines Fledermausumhanges geschneidert hatte – fixiert unser Interviewpartner in den Raum geschoben wurde. Seine spärlichen schwarzen Haare standen in allen erdenklichen Himmelsrichtungen ab. Sein schädelhaftes weißes Gesicht beherbergte zwei tief in blutunterlaufenden Höhlen verborgene Augen, die manisch gierend nach Opfern ausschau hielten. Über seinen Mund war ein maulkorbartiger Beißschutz angebracht. Erst wehrte er sich heftig, als er von den Pflegern hereingefahren wurde, dann wurde er seltsam ruhig und starrte mit einem Blick, der abgrundtiefen Haß, unmenschliche Kälte und herablassende Überlegenheit in sich vereinte, durch die Glasscheibe ins Leere.
„W... W... W...“ Ursula war der Ohnmacht nah, aber nicht – wie erhofft – durch Verzückung, nein das eiskalte Grauen hatte von ihren Körper Besitz ergriffen.
„Ja?“, fragte der Vampirfürst kalt – sich seiner Wirkung durchaus bewußt – als er seinen Kopf zu ihr drehte und sie mit einem nichts Gutes verheißenden Lächeln zu fixieren begann. Ursula bibberte, fahl wie der Vampir selbst, vor sich hin, unfähig eine Regung zu tun. Es herrschte Stille.

„Du bist also ein Vampir?“, unterbrach ich schließlich die eiseskalte Ruhe.
Strigoi wendete sich mir zu und sprach mit leiser, leicht genüßlicher Stimme: „Ein Vampir? Nein! Ich bin ein Werwolf, das sieht man doch. Allein schon an meiner Körperbehaarung solltet ihr es erkennen. Natürlich bin ich ein Vampir! Was sollte ich denn sonst sein? Gut, gut, wegen meinen spitzen Ohren“, er drehte seine leicht fledermaushaften und damit wirklich leicht spitzen Ohren zu mir, „könnte man natürlich auch sagen bei mir handele es sich um eine albinohafte oder fehlfarbene Elfe mit einem Fehlgebiß. Aber ich bin gewiß kein Baumknutscher. Meinen Mund versenke ich viel Lieber in eine warme Halsschlagader, als das ich ihn mit der Rinde eines Baumes in Kontakt bringen würde. Pfuideibel, all das Moos und die Borke, es würde Stunden dauern dies wieder aus meinen strahlend weißen Zähnen zu puhlen. In der Zeit gönne ich mir doch viel lieber ein heißes Blutbad. Also um nochmals deine spatzenhirnige Frage zu beantworten, du wandelnde Blutkonserve: Ja, ich bin ein Vampir!“
„Ich bin für dich also nichts weiter als eine Blutkonserve?“
„Bei allen Mondkratern, welch unterbelichtetes Hirnzellendefizit hat man mir denn da nur geschickt? Ich habe schon damit gerechnet ein minderbemitteltes Wesen vor mir zu haben. Diesem ´Interview mit einem Vampir´ auch nur zugestimmt um meiner Langeweile zu entkommen! Aber deine geistigen Absonderungen übertreffen wirklich alle meine Erwartungen!“
Blicke der Verachtung trafen mich, durchbohrten mein Gehirn. Kurz rührten sie tief in meinem Inneren und ließen mich verzweifeln, dann riß ich mich von seinem hypnotisch erdrückenden Blick los.
„Wenn du mir so geistig überlegen bist, warum bin ich dann nicht auf der anderen Seite der Glasscheibe? Wieso haben sie dich hierher gebracht?“
„Du willst doch wohl nicht wegen einer kurzzeitigen Schwäche meinerseits mein ganzes Wesen beurteilen, oder?“
„Kurzzeitige Schwäche?“
„Natürlich! Nur wegen dieses kleinen Massakers so einen Aufstand zu machen!“
„Kleines Massaker?“
„Ja“, hauchte der Vampir genervt, „hat man dir denn nichts davon erzählt? Ich habe ein ganzes Dorf ausgerottet. Hast du noch nie irgendetwas von dem Kehlenbacher-Halsbiß-Massaker gehört? Das war ich!“, meinte Strigoi nicht ganz ohne stolz. Dann fuhr er mit einem leicht resignierten Tonfall fort: „Aber die anderen Vampirfürsten fanden in ihrer arroganten Kleinbürgerlichkeit, daß ein solches Massaker viel zu viel Aufmerksamkeit auf eine im Untergrund operierenden Rasse wie den Vampiren lenken könnte. Eine neue Welle der Vampirverfolgung sei nicht in ihrem Sinne. Unsere Art wird schon lange genug gejagt, gepfählt und verbrannt. Sie wollten nicht noch ein weiteres transylvanisches Massaker erleben. Deshalb haben sie mich in ihrer Kleinbürgerlichkeit hier einweisen lassen, diese Spießer!“
„Aber warum... ich meine wieso hast du überhaupt ein solches Massaker begangen?“
„Wegen Twilight natürlich! Seit es diese Missgeburt einer Frauenphantasie und die ganzen Nachahmervampirromanzenblödsinn gibt, wollen die Frauen von mir plötzlich das ich mich anders benehme, kleide und aussehe. 'Du könntest doch einen schönen Rüschenrock tragen oder wie wäre es mit ein wenig Parfüm?' 'Du willst mich beißen und hast mir noch nicht einmal ein Geschenk mitgebracht? Vergiß es!'“, begann er die holde Weiblichkeit nachzuäffen, „'Oh ja, schenk mir die Ewigkeit mit deinem Biß, auf das wir uns in unsterblicher Liebe vereinen!' 'Wie siehst du denn aus? Nein, da warte ich lieber auf einen hübscheren Vampir der mich beißt!' 'Na du kleiner Schnuckiputz, wie wäre es denn mit uns beiden für eine winzigkleine Ewigkeit?' 'Hm, also ganz mein Typ von Vampirfürst bist du ja nicht, aber wenn ich dir bei deiner Kleidung helfen würde... Ja, wir könnten einen ganz neuen Stil für dich kreieren, dann darfst du mich auch beißen, mein kleiner Schnuckipir!' Weißt du was es heißt die ganze Zeit solche Sprüche zu hören? Denken die Frauen inzwischen sie könnten über alles und jeden bestimmen? Ich bin ein furchteinflößendes Wesen der Nacht, ein Dämon der Finsternis, ein blutsaugender Gefährte der Zeit. Ein Freund des Todes und Feind des Menschen und nicht so eine Schwuchtel, die nach der Pfeife von Menschenfrauen zu tanzen hat. Ich bin eine Urgewalt, frei wie der Wind, schwarz wie die Nacht und tödlich wie die Zeit und solch minderwertige Blutkonserven wollen mir befehlen was ich zu tun habe? Nicht mit mir! Ich bin mein eigener Herr! Ich lasse mir nichts vorschreiben von NIEMANDEN! Nun gut, vielleicht habe ich ein wenig überreagiert – ich meine Nobody is perfect -, aber so ein kleiner Fehltritt kann doch mal passieren!“
„Dann bist du also nicht an Frauen interessiert?“, hauchte Ursula enttäuscht.
„An ihrem Blut schon, Schätzchen!“
Ursula ließ den Kopf hängen.
„Ach komm schon nimm´s nicht so schwer“, spottete der Vampir, „bei dir könnte ich schon schwach werden!“
„Ja!?“, fragte sie zaghaft.
„Oh ja!“, schnuppernd und schnüffelnd sog er die Luft um sich ein, „Du riechst so gut!“
„Das ist Channel No. 5!“, Hoffnung und der Anflug eines Lächelns hatte sich auf ihrem Gesicht gebildet.
„Nicht dein Parfüm, teuerste Lebenssaftbeinhalterin, deine Blutgruppe. Null negativ, ein seltener und äußerst köstlicher Genuß!“

Die folgenden Szenen können aus Rücksichtnahme des Geisteszustandes der zartbeseiteten Leser nicht weiter erörtert werden. Jedenfalls wird es wohl noch eine gewisse Zeit dauern, bis mir wieder eine charmante Assistentin zur Seite steht.

Freitag, 11. November 2011

Tretet ein in diese Hallen, Und schaut Euch um in Wohlgefallen.*

Seid willkommen Wanderer. Schön, daß Euch Eure Pfade hierhergeführt haben. Nehmt doch Platz und investiert ein wenig Zeit, denn es würde mich freuen wenn Ihr hier verweilen und Euch umsehen würdet. Vielleicht gefällt Euch gar, was Ihr hier seht und Euer Weg wird sich noch öfters hierher verirren.


* frei nach meinem Gedicht Träumerreisen

Samstag, 14. August 2010

Deutscher phantastik Preis

Hallo alle miteinader, ich weiß ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen und nun möchte ich auch nur kurz Werbung in eigener Sache machen. Und darum geht's:

Das Earth-Rocks Magazin, für das ich mich auch immer mal wieder in Arbeit stürze hat es doch tatsächlich in die Hauptrunde des deutschen phantastik Preises geschafft. Und da ich sehr stolz auf das Magazin bin und finde, daß es eine Chance auf den Sieg verdient hat möchte ich alle Leser meines Blogs bitten, sich beim deutschen phantastik Preis anzumelden und dort für Earth Rocks zu stimmen. Ich freue mich jedenfalls über jede Stimme.

Danke schon mal im Vorraus,
Bernd

Freitag, 21. Mai 2010

Die Pinselinsel

Ich mal mit meinem Einfallspinsel,
Mir eine traumhaft schöne Insel.
Die Sorgen laß ich alle fort,
Verbann sie ganz von diesem Ort,
Und ziehe dann so insgeheim,
Mit meiner Liebsten in ihr ein.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Pacman frißt den Todesstern

Ein Kuriosum, das sich nach auswerten eines Wärmebildes des Saturnmondes Mimas ergeben hat (Das Bild und den entsprechenden Bericht dazu findet sich hier), hat mich zu ein paar Zeilen inspiriert:


Pacman frißt den Todesstern,
Ja, den frißt er gar so gern,
Denn unser kleiner 8-Bit Held,
Rette schließlich gern die Welt,
Und nach 256 Level punktefressen,
Wollt er gern was andres essen,
Drum fand nach einem Riesenhaps,
Der ganze Stern in seinem Magen Platz.
Dort wird er pixeltechnisch nun verdaut,
Und in Bits und Bytes wohl umgebaut.
So wurd’ das kleine Pixelwunder,
Nicht nur dicker, fetter und auch runder,
Für seine Gefräßigkeit zum Lohn,
Wurd’ er zum Held der Rebellion.

Samstag, 10. April 2010

Castrop Rauxel ... ein Gedicht

Es gibt eine sehr schöne Aktion im Zuge der Kulturhauptstadt 2010, die sich Castrop Rauxel ... ein Gedicht nennt. Hierbei sollen insgesamt 2010 Gedichte im Stadtbereich Castrop-Rauxels ausgestellt werden. Die Gedichte selbst werden zum Beispiel in Parks ausgehängt, an Laternenmasten plaziert oder unter Scheibenwischern als Gedicht-Park-Tickets plaziert. Sie sollen ein eine Auswahl der besten deutschsprachigen Gedichte repräsentieren. Hinzu kommen ein paar Übersetzungen ausländischer Gedichte, sowie Gedichte von Menschen aus der ganzen Welt.

Jeder kann sich hierbei mit einem eigenen Gedicht beteiligen oder eines seiner Lieblingsgedichte für diese Aktion vorschlagen. Da ich die Aktion sympahtisch finde, hoffe ich auf eine rege Beteiligung. Ich selbst bin auch mit einem Gedicht vertreten, meinen Beitrag kann man hier finden: Toby and not Toby

Sonntag, 14. März 2010

Knusper, Knusper und Knäuschen die Kanzlei für die Hexe.

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Sehr geehrte Mithexinnen und Hexenmeister,

sind Sie es nicht auch leid sich ständig mit Hexenprozessen und der Inquisition herumzuschlagen? Würden sie nicht auch lieber auf dem Hexenbesen herum sausen, einen kleinen Urlaub zum Blocksberg unternehmen oder den räudigen Köter des Nachbarn verfluchen, als sich ständig mit Gottesurteilen und Hexenverbrennungsmaßnahmen herumzuschlagen? Nun, Ihnen kann geholfen werden! Probieren Sie ruhig in aller Ruhe Ihr neustes Gericht vom gebackenen Hänsel aus oder tauschen Sie Sich über die aktuellsten Trends der Warzenhaarfrisuren aus, denn die Kanzlei Knusper, Knusper und Knäuschen nimmt sich gerne Ihrer Rechtsprobleme an. Mit unserer Hilfe wird jede Folter zur Wellnesmassage und jeder Scheiterhaufen zu einem gemütlichen Lagerfeuer. Plagen Sie sich nicht mehr mit den verwinkelten und mit lauter Fallstricken versehenen Argumentationen eines Inquisitoren herum. Unsere Rechtsverdreher wissen wie man sie in handzahme Kröteneier verwandelt, denn Hexerei ist keine Zauberei. Wir sorgen dafür, daß nie wieder eine Hexe die unangenehmen Leiden einer Hexenverbrennung zu erdulden hat. Bei Knusper, Knusper und Knäuschen sind sie wirklich in den besten Händen und das zu günstigen Konditionen, schon für ein wenig Froschlaich und ein paar Spinnenbeinen könnte Ihr Leben unbeschwerter sein. Rufen Sie uns an und lassen Sie sich von unseren Experten beraten. Wählen Sie einfach dreimal das Hex und fünfmal den Besen.

Mittwoch, 3. März 2010

Vincent Preis

Wenn das mal keine freudige Botschaft ist. Das mit der Ruitualausgabe der Zeitschrift Earth Rocks erhältliche Hörspiel "Kind des Hasses" (für dessen Text ich mich verantwortlich zeichne) wurde für den Vincent Preis vorgeschlagen. Da es sich bei dem Vincentpreis um einen Leser bzw. in diesem Falle um einen Hörerpreis handelt, würde ich mich natürlich über jede Stimme freuen, die mein Beitrag erhält. Aber auch wenn mein Hörspiel keinen Podiumsplatz erziehlen kann, allein die Nomienierung ehrt und freut mich.

Dienstag, 12. Januar 2010

Das wiederkehrende Ritual

Unaufhörlich sauste der Federkiel der Gegenwart mit einem leichten kratzlaut über das Buch der Zeit und hinterließ auf der noch unbeschriebenen Zukunft die Tinte der Vergangenheit. Die Seite war schon fast vollgeschrieben, es sollte nur noch wenige Federstriche dauern, dann müßte der Protokollant des Geschehenen die Seite umblättern und so würde ein neues Jahr seinen Anfang nehmen.



Es ist vielleicht ein bißchen spät geworden, aber ich wollte mir die Gelegenheit trotzdem nicht entgehen lassen allen Lesern meines Blogs ein frohes neues Jahr wünschen. Und bei dieser Gelegenheit gleich mal ein paar frohe (und vielleicht auch neue) Botschaften verkünden.

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Schubsen, drängen,
Sich durch enge Gänge zwängen,
Das ist für mich Weihnachtszeit.
Im überfüllten Laden fluchend,
Hektisch nach Geschenken suchend,
Gehört für mich zur Weihnachtszeit.
Schrille Lieder dröhnen stark,
Von jedem Stand am Weihnachtsmarkt.
Das ist für mich Weihnachtszeit.
Glühweingeschwängerte Glücksseeligkeit,
Die sich macht vorm Ausschank breit,
Gehört für mich zur Weihnachtszeit.
Doch auch das strahlend fröhlich Licht,
In des beschenkten Glücksgesicht,
Auch das ist für mich Weihnachtszeit.

In diesem Sinne wünsche ich einen jeden, der sich auf meineSeiten verirrt ein frohes Weihnachtsfest.
Und nun noch ein paar Videos, die vielleicht zur "Besinnlichkeit" beitragen können:

Samstag, 19. Dezember 2009

Winterzauber

Es hat geschneit! Ein Faktum das viele Autofahrer in den Wahnsinn treibt, zaubert mir hingegen ein breites Lächeln auf die Lippen. Und an dieser Freude würde ich den geneigten Leser gerne mit einem Vierzeiler der naiven Dichtkunst teilhaben lassen:
(Dieses Gedicht darf natürlich – so man denn bereit ist ihm eine politische Dimension einzuräumen – als Protest gegen den Klimawandel verstanden werden.)

Zauber, Zauber, Winterwelt,
Flocke die vom Himmel fällt,
Deckst die Welt und das im Nu,
Mit deinem weißen Zauber zu.

Montag, 19. Oktober 2009

Die Vielfalt der Tweets

Der duftende Doppelpunkt hatte zu einem Literaturpreis zum Thema Arbeitswelten gerufen. Neben eine Ausschreibung zum Thema manipulative Sprache in der Arbeitswelt, an der man noch bis zum 30. November teilnehmen kann, gab es auch einen ergänzenden Twitterwettbewerb, an dem ich mit viel Freude partizipiert habe. Meine Beiträge haben es zwar nicht ganz aufs Siegertreppchen geschafft, aber immerhin haben einige von ihnen zum Thema Vielfalt der Tweets Erwähnung gefunden. Vielen Dank dafür und vielen Dank auch für das gewonnene Buch, es hat mich sehr gefreut.

Es hat großen Spaß gemacht bei diesem kunterbunten Wettbewerb mitzutwittern und ich möchte an dieser Stelle nochmals den Sigern gratulieren.